Ein bisschen mehr über mich und meinen Bezug zur Energiewende
Studium Mathematik, Physik. Erfahrungen in der Solarzellenforschung am Institut für Festkörperphysik der Univ. Wien, als AHS/BHS-Lehrer und in der Softwareentwicklung bei SIEMENS gesammelt. Seit 1996 bearbeite ich als Selbständiger (Ingenieurbüro für Physik) Projekte, Studien, Gutachten im Bereich Solarthermie, Photovoltaik, Biogasanalagen, Biomassenutzung, Wind, Energieeffizienz, Energiewendestrategien. Seit 2006: Lektor an der FH Pinkafeld für die Fächer „Regenerative Energiesysteme“, „Photovoltaik“, sowie für die Energieberaterausbildung. Mit der Entwicklung von Resys bin ich wieder verstärkt im Forschungs- und Entwicklungsbereich tätig.
 

Meine Links
www.ibwind.at

Was braucht es für die Energiewende?
Zuerst muss verstanden werden, dass Energiewende mehr ist als ein paar m² Photovoltaik-Module am Dach, ein Speicher im Keller und ein E-Auto in der Garage – auch wenn das schon sehr viel aus heutiger Sicht ist. Ich habe mit Resys etliche Varianten von Energiewendestrategien für Österreich (zuletzt Mai 2018) – und diese auch im Ministerium vorgestellt. Die erste Frage des Büroleiters für die Energiestrategie-Entwicklung dazu: „Wo und wie werden wir das alles umsetzen?“ Da war mir klar, dass selbst in den leitenden Gremien des Ministeriums die Energiewende emotional als auch in ihrer technischen Funktionsweise noch nicht tief genug vertraut ist. Nicht verwunderlich – wo man in der Politik in erster Linie mit dem Einordnen und Bewältigen der Interessenkonflikte der großen Players beschäftigt ist. Die Energiewende kann eine Energiewende zu Wohlfühlen werden, wo es den Menschen besser geht als heute. Voraussetzung ist, dass wir die Energiewende mit einigen wenigen grundlegenden Maßnahmen herbeiführen, welche die Menschen automatisch zu einem ressourcenschonenden Verhalten motivieren. Dazu müssen Energie-, Rohstoffe spürbar verteuert werden, die Arbeitszeit möglichst komplett steuer- und abgabenfrei zu machen.

Schlagworte:

  • CO2-Steuer
  • Energiesteuer
  • Kostenwahrheit

Was behindert die Energiewende heute noch am meisten?

Die mangelnde Bereitschaft zur Kostenwahrheit
zu viele Vorschriften für Energieeffizienz, anstatt CO2-Steuer, Energiesteuer
der fehlende Mut, unsere Steuer- und Wirtschaftspolitik wegen des Versagens beim Klimaschutz in Frage zu stellen

  • Egoismus
  • Vorschriften
  • Feigheit

Meine „Lieblings-Energiewende“-Success Stories!
Erstes Burgenländisches Klimaschutzfest 27.5.2006 in Pöttsching – veranstaltet durch den Klimaschutzverein panSol: Bis dahin war von der Landesregierung nicht viel zum Thema Energiewende zu hören. Überraschenderweise sprach der Landeshauptmann – ohne dessen Tragweite bewusst zu sein – den Satz „Burgenland wird bis 2013 energieautark“ aus. Nach einem Schwall an Rückfragen „ist dies überhaupt so schnell möglich?“ von Medienvertretern an das Landeshauptmannbüro und an mich als Obmann von panSol wurde der Satz geändert auf „Burgenland wir stromautark bis 2013“ korrigiert. Dies wurde mit dem kräftigen Ausbau der Windenergie, geringfügig auch Photovoltaik zumindest in der Jahresbilanz erreicht.

petrabusswald
 
Die Energiewende wird am besten mit einer Wirtschaftswende umgesetzt.

Resys veranschaulicht das Zusammenspiel aller wichtigen Einflussfaktoren auf die Energiewende.